Neuer Förderverein will Gotteshaus in Handarpe erhalten

fk WESTERKAPPELN. Im Süden der Gemeinde hat sich jetzt der Widerstand gegen eine mögliche Schließung der Handarper Kirche formiert. Und diesen haben die Beteiligten mit der Gründung eines Förderkreises in positive Energie umgewandelt. Der Verein will die evangelische Kirchengemeinde bei der Unterhaltung des Gotteshauses unterstützen.


Der Vorstand des neu gegründeten Fördervereins (von links): Helga Wahlbrink (Kassiererin), Susanne Frömel (Vorsitzende), Sabine Hillemeier (stellvertretende Vorsitzende) und Jens Adomeit (Schriftführer). Foto: Frank Klausmeyer

"Unsere Kirche ist uns wichtig", lautet die Parole des Fördervereins Bürgertreff Handarper Kirche. Engagierte Bürger, so die gewählte Vorsitzende Susanne Frömel  haben sich zusammengetan und zum Ziel gesetzt, die Kirche in Handarpe zu unterstützen, damit diese erhalten werden kann.

Hintergrund dieser Aktion ist die Befürchtung, dass die evangelische Kirchengemeinde Westerkappeln schon bald keinerlei finanzielle Verpflichtung mehr für den weiteren Unterhalt der Kirche Handarpe übernehmen wird. Die Konsequenz daraus wäre eine Schließung schon in diesem Jahr oder gar ein baldiger Abriss des Gebäudes.

Rund 20 Frauen und Männer sind Gründungsmitglieder. "Es sollen natürlich noch mehr werden", sagt Susanne Frömel. Der Förderverein stehe unabhängig von der Konfession allen Interessierten offen, denen es ein Anliegen sei, die kirchliche Arbeit vor Ort langfristig zu sichern.

Susanne Frömel geht davon aus, dass der Förderverein die notwendigen Mittel aufbringen kann, um das Gotteshaus zu unterhalten. In vielen Gesprächen hätten Bürger ihre Bereitschaft erklärt", dafür zu zahlen". Deshalb könne das Presbyterium nicht einfach beschließen, die Kirche aufzugeben.

Übereinstimmend habe sich der Vorstand zum Ziel gesetzt, die regelmäßigen Gottesdienste und kirchlichen Feste wie Weihnachten, Ostern oder Konfirmationen weiterhin in Handarpe stattfinden zu lassen.

Kinder- und Jugendarbeft

Eine besondere Bedeutung komme der Kirche auch insoweit zu, als sie in unmittelbarer Nähe zur Grundschule Handarpe stehe. So feiere die Schule regelmäßig Gottesdienste, die für Eltern und Kinder immer mit viel Freude begangen wurden. "Darüber hinaus sollen die zum Kirchengebäude gehörenden Räume weiter genutzt werden für Kinder- und Jugendarbeit",  erklärt die Vorsitzende.Schon jetzt fänden in den Gemeinderäumen zweimal wöchentlich Jugendtreffs statt, die gut angenommen würden.

Des Weiteren träfen sich die Kinder der Grundschule einmal in der Woche zum Kidsclub. Vielleicht könnten die Räume auch noch weiter genutzt werden für Musikunterricht, Sportunterricht oder Ähnliches, meint der Förderverein.

Natürlich könne der Förderverein nicht langfristige Prognosen über seine Unterstützungsmöglichkeiten geben. Es müsse von Jahr zu Jahr geschaut werden, was zu schultern sei, sagt Frömel. Nun sei aber erst einmal das Presbyterium am Zuge.

Dieses hatte beschlossen, die Kirche in Handarpe zunächst nur bis Ende dieses Monats aus Kirchensteuermitteln zu finanzieren. Am Mittwoch der kommenden Woche wird das Gremium über das weitere Vorgehen beraten, kündigt Pastor Reiner Ströver an.

Der momentane Sprecher des Presbyteriums hatte in den vergangenen Monaten eher einem Trägerverein das Wort geredet, dem die Kirche und die daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen dann übertragen hätten werden können. Der Förderverein wird nämlich nicht Eigentümer, womit die Kirche weiter in der Verantwortung stünde.

Ströver will einem endgültigen Beschluss des Presbyteriums nicht vorgreifen. Gibt aber zu bedenken: "Wir müssen die finanzielle Situation der Kirche im Auge behalten." Am Sonntag, 17 Juni, findet in Velpe-Hambüren das Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Westerkappeln statt. Dies will der Förderverein nutzen, um sich einer breiteren Offentlichkeit vorzustellen.

Quelle: Neue OZ -  14.06.2007