Gospel-Abschlusskonzert in der Stadtkirche 

Quelle: Westfälische Nachrichten - 28.02.2017

Von Dietlind Ellerich

Westerkappeln - Der Gospelworkshop hat Spaß gemacht, wieder einmal. Keine Ermüdungserscheinungen nach 20 Begegnungen zwischen Menschen, die im Laufe der Jahre zu Freunden geworden sind und sich bereits auf den nächsten Kurzurlaub am letzten Februarwochenende 2018 freuen.


Zeigten keine Ermüdungserscheinungen: Die Teilnehmer des 20. Gospelworkshops.
Am Sonntag präsentierten sie das Erlernte den Zuschauern in der Stadtkirche. Foto: Dietlind Ellerich

Kein Wunder, dass es am Sonntagabend nach tagelangen gemeinsamen Proben im Dietrich-Bonhoeffer-Haus und einem stimmungsvollen Abschlusskonzert in der Stadtkirche Applaus für alle und von allen gab.
Ein Dankeschön von den über 80 Teilnehmern an Kirchenmusikdirektor Martin Ufermann , den Initiator der Erfolgsgeschichte, und an Axel Christian Schullz, den diesjährigen Leiter, und von den beiden Männern ihrerseits an die Sängerinnen und Sänger, die voller Spaß und Konzentration dabei waren, sowie an die Helfer des Jungen Chors, die alle Jahre wieder die Strippen ziehen, damit der Gospelworkshop reibungslos über die Bühne gehen kann.
Ein Dankeschön und einen bunten Strauß mit 20 Rosen gab es zum runden Geburtstag von André Ost. „Tolle Lieder, tolle Darbietung“, lobte der Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg das Konzert und gratulierte Martin Ufermann und den Organisatoren, die sich Jahr für Jahr für das nachhaltige Workshop-Projekt stark machten. Im Gospel werde die pure Freude am Singen und an der Rhythmik, aber auch an der Gemeinschaft und an der Botschaft Gottes in besonderer Weise zum Ausdruck gebracht, wandte sich Ost an die Protagonisten und an die Gemeinde und versprach, zum silbernen Jubiläum mit fünf Rosen mehr im Strauß wieder zu kommen.
Das Konzertprogramm, das die Teilnehmer des Workshops unter der Leitung von Schullz in der Stadtkirche präsentierten, hätte abwechslungsreicher nicht sein können. Es waren Lieder, die das Leben schrieb, Lieder, die von schönen und schweren Tagen, von Liebe, Respekt und Zuhause, aber auch von Scheitern und Vergebung erzählten. Aufhorchen ließen auch erste Kostproben aus dem aktuellen Projekt von Axel Christian Schullz. Unter dem Motto „Sing Human Rights – gesungene Menschenrechte“ arbeitet er an der Vertonung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Gospelsound. Artikel 1 (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit), Artikel 2 (Verbot der Diskriminierung) sowie Artikel 26 (Recht auf Bildung) hatte der Komponist mit den Sängerinnen und Sängern einstudiert, und es war ein Gänsehautmoment, als der große Chor die Rechte beschwor, die eigentlich allen Menschen zustehen, aber in der Realität eben nicht selbstverständlich eingehalten werden.
„Danke für die Zeit, die wir geteilt“, die Zeile aus einem Abschiedslied beschrieb am Ende des Konzerts, was die meisten wohl empfanden, und auch Schullz versprach, irgendwann einmal wieder nach Westerkappeln zu kommen.