Stadtkirche

Quelle: Westfälische Nachrichten - 13.11.2017

Von Dietlind Ellerich

Westerkappeln - Mit einer stimmungsvollen Stunde in der Stadtkirche beschloss das Blechbläserensemble des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg sein Konzertjahr 2017. Im Rahmen der Feiern zum 500-jährigen Reformationsjubiläum hatten die 15 Frauen und Männer unter der Leitung von Ursula-Maria Busch zahlreiche Gottesdienste begleitet und Konzerte gegeben.


Unter der Leitung von Ursula-Maria Busch spielte das Blechbläserensemble des
evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg in der Westerkappelner Stadtkirche.
Foto: Dietlind Ellerich

Am Samstag präsentierte das mit je sechs Trompeten und Posaunen sowie Waldhorn, Tenorhorn und Tuba besetzte Ensemble gemeinsam mit Kirchenmusikdirektor Martin Ufermann an der Orgel ein festliches Programm, das viele Besucher in den Kirchenbänken mit geschlossenen Augen genossen.

Choräle von Martin Luther wechselten mit Vertonungen und Arrangements von Luthers Texten und Melodien, die neu beleuchtet oder in einen neuen Kontext gesetzt wurden. Nicht nur Busch und die Bläser empfanden die neuen Werke als großartige Ergänzung und Erweiterung, auch bei der Gemeinde kamen die „neuen“ Stücke an. „Die Reformation war eine Singbewegung“, hatte Ufermann zu Beginn deutlich gemacht und es sich nicht nehmen lassen, mit den Frauen und Männern den Gemeindegesang aus Ralf Grösslers Vertonung des 31. Psalms einzuüben.

„Sei mir ein starker Fels“ erklang für zwei Blsäerchöre. „Verleih uns Frieden gnädiglich“, die Bearbeitung für Bläser durch Christian Sprenger basiere auf einem Luther-Choral, der seinerseits auf ein Antiphon aus dem neunten Jahrhundert zurückgehe, erklärte Busch die Zeitlosigkeit der Bitte um Frieden. „Schön wäre es, wenn er so selbstverständlich wäre, dass wir nicht mehr drum bitten müssten“, so der Wunsch der Chorleiterin. Da Johann Sebastian Bach in einem Konzert zur Reformation nicht fehlen dürfe, hatten Busch und Ufermann „Präludium und Fuge in g-Moll für Orgel“ ins Konzertprogramm aufgenommen. Für den herzlichen Applaus am Ende der Bläsermusik zum Reformationsjubiläum bedankte sich das Ensemble mit einer Zugabe.