Festliches Weihnachtskonzert in der Westerkappelner Stadtkirche

Quelle: Westfälische Nachrichten - 17.12.2018

Von Dietlind Ellerich

Westerkappeln - Mit einem abwechslungsreichen Programm stimmten die Chöre und Ensembles der evangelischen und der katholischen Kirche sich und die Gemeinde am Sonntag auf das Weihnachtsfest ein. Eindrucksvoll stellten die Bläser des Posaunenchors mit „Jingle Bells“ unter Beweis, dass sie auch auf Englisch blasen können. 



Über 150 Mitwirkende stimmten mit einem abwechslungsreichen
Programm auf das Weihnachtsfest ein. Foto: Dietlind Ellerich


Das festliche Weihnachtskonzert am dritten Advent ist in der Stadtkirche eine beliebte Tradition, die seit vielen Jahren Besucher aus Westerkappeln und den Nachbargemeinden anlockt. Nicht schrecken ließen sich denn am vergangenen Sonntag auch viele Freunde der adventlichen Klänge im Kerzenschein vom widrigen Winterwetter und machten sich auf glatten Straßen auf den Weg.

Und bereits beim klangvollen Auftakt „Herbei, o ihr Gläubigen“, den alle Chöre und Ensembles gemeinsam und im Wechsel sowie in der letzten Strophe mit stimmlicher Unterstützung durch die Frauen und Männer in den Kirchenbänken sangen und spielten, war klar, dass es sich gelohnt hatte, das Wege-Wagnis einzugehen.

Mit einem abwechslungsreichen Programm stimmten die Chöre und Ensembles der evangelischen und der katholischen Kirche sich und die Gemeinde unter der Leitung von Martin Ufermann und Veronika Hoffstädt auf die letzte Adventswoche und auf das Weihnachtsfest ein.

Von Liedern wie „Ihr Kinderlein kommet“ und „Tochter Zion“, die alle – auch dank der Textzettel – mitsingen konnten, reichte die bunte Mischung über das lateinische swingende „Jubilate Deo“, in dem unschwer „In dulci jubilo“ von Prätorius zu erkennen war, bis zu „Wisst ihr noch, wie es geschehen“, der Weihnachtsgeschichte in Bildern und im Kurzformat.

Festliches Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Westerkappeln




Ob auf dem Orgelboden, im Altarraum, oder auf den Kirchenbänken – in der ganzen
Stadtkirche wurde am Sonntagabend gesungen und musiziert. Foto: Dietlind Ellerich


Eindrucksvoll stellten die Bläser des Posaunenchors mit „Jingle Bells“ unter Beweis, dass sie auch Englisch blasen können, wie Ufermann schmunzelnd verriet, und Traditionelles wie „Stille Nacht“ in einem Arrangement von Roblee „in einem völlig anderen Gewand“ zum Besten geben können.

Da waren während des gut eineinhalbstündigen Konzerts jede Menge Logistik, Flexibilität und Lauferei im Gotteshaus unerlässlich. Nicht nur Kirchenmusikdirektor Ufermann wechselte ständig zwischen Dirigentenpult, Orgelbank und Moderatoren-Mikrophon.

Auch einige der Akteure waren mal in einem der Chöre und mal in einem Ensemble im Einsatz und deshalb mehrfach unterwegs. Posaunenchorbläser Niklas Schulte übernahm die Leitung des Ensembles, wenn Martin Ufermann als Organist auf der Empore im Einsatz war.

Hatten der Pianist Bernhard Hammer, das Flötenensemble „Cantabile“ und der Kirchenchor der katholischen Pfarrgemeinde St. Margaretha ihr breit gefächertes Repertoire von der Orgelempore aus gesungen und gespielt, während der Junge Chor, die Kantorei, der Posaunenchor und das Flötenensemble der evangelischen Kirchengemeinde im Chorraum musizierten, wurde es zum Ende des Konzertes in den Gängen der Stadtkirche voll.

Für den Dolby-Surround-Sound verteilten sich die Sängerinnen und Sänger aller Chöre im gesamten Kirchenraum, um mit den Kanons „Ubi sunt gaudia“ und „Du, Tochter Zion, freue dich“ einen klangstarken Schlusspunkt unter einen stimmungsvollen Abend mit festlicher weihnachtlicher Musik zu setzen.

Nicht nur die Besucher in den Bänken waren begeistert, auch die Pfarrer Olaf Maeder und Angelika Oberbeckmann dankten den Akteuren und Dirigenten „für die schöne Musik und dass sie alle zum Singen gebracht haben“.