Schwungvoller Abschluss des 22. Westerkappelner Gospelworkshops

Quelle: Westfälische Nachrichten - 17.12.2018

Von Dietlind Ellerich

Westerkappeln - Lebensfreude und Begeisterung pur erlebten die Besucher der Stadtkirche am Sonntagabend nicht nur passiv. Die mehr als 100 Sängerinnen und Sänger im Chorraum holten die Frauen und Männer in den Kirchenbänken mit ins Boot, so dass am Ende des Konzertes alle einstimmten und sich an den Händen haltend einen fröhlichen Abschluss des 22. Westerkappelner Gospelworkshops feierten.


Mit ihrer Lebensfreude und Begeisterung steckten die mehr als 100 Sängerinnen und Sänger
im Chorraum das Publikum in den gut fefüllten Kirchenbänken an. Foto: Dietlind Ellerich

Nein, Kreiskantor Martin Ufermann hatte nicht zu viel versprochen, als er in seiner Begrüßung angekündigt hatte, die Gäste könnten sich auf etwas gefasst machen. Selten brachte ein Abschlussabend nach zwei Tagen intensiver Probenarbeit soviel Schwung in das alte Gemäuer.

Dem jungen Workshopleiter Chris Lass war es nicht nur gelungen, die Teilnehmer binnen Sekunden in den Bann zu ziehen, auch in der Kirche sprang der Funke dank seiner mitreißenden Art zwischen Chor und Kirchenschiff schon mit dem Auftakt in das gut einstündige Programm mit Songs aus Lass‘ Feder über.

Hatten sich am Samstagmorgen einige Teilnehmer noch am liebsten hinter ihren Notenheften verkrochen, stellten sie am Sonntag eindrucksvoll unter Beweis, dass sie Singen und Augenkontakt mit ihrem Publikum gleichzeitig beherrschen. Der Verzicht auf Noten machte auch deshalb Sinn, weil so die Hände zum Klatschen und Winken frei waren.

Abschlusskonzert des 22. Westerkappelner Gospelworkshops


Die Sängerinnen und Sänger im Chorraum holten die Frauen und
Männer in den Kirchenbänken mit ins Boot. Foto: Dietlind Ellerich

Nein, Ufermann hatte nicht zu viel versprochen. Lass aber ebenfalls nicht, als er den 13- bis 76-Jährigen im Workshop versichert hatte, dass der Abschluss in der Kirche perfekt klappen würde.

Für den richtigen Rhythmus sorgten, neben Lass an den Tasten, Schlagzeuger, Bassist und Gitarrist, wobei Letztgenannter nach jeder Menge Action, Power und Party auch als Sänger von Lass‘ Hoffnungshymne „Greatest Love“ überzeugte. Das kleine Intermezzo lud zum Nachdenken und Genießen ein und war für das Energiebündel Chris Lass, den Ufermann als „Magier der Töne und der Worte“ beschrieb, die Chance, einmal kurz durchzuatmen.

Ob bei Ohrwürmern wie „Rock my soul in the bosom of Abraham“, „He‘s got the whole world in his hands“ oder „Amen“ oder bei Lass‘ Songs „Oh, how I love you“, „Halte mich“ oder „Wir warten“, die Workshop-Teilnehmer im Chorraum und die Menschen in den Bänken der Stadtkirche hatten am Sonntagabend einmal mehr die Welt im Gläschen.