Jahreshauptversammlung des CDU Ortsverbandes

Quelle: Westfälische Nachrichten - 14.09.2019

Von Christina Halbach

Westerkappeln - Heike Cizelsky ist als Vorsitzende der Westerkappelner CDU wiedergewählt worden. Im Hinblick auf die Kommunal- und Bürgermeisterwahlen im kommenden Jahr hat sie den frisch gewählten Vorstand um Mithilfe gebeten. CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Jonas kündigte an, das Thema Rollrasen im Hanfriedenstadion erneut auf die Tagesordnung setzen zu wollen.


Der frisch gewählte Vorstand der Westerkappelner CDU: Mark-Alexander Kleinert, Wolf Häke, Christian Meyer,
Achim Scholz, Ulrich Jaroschek (hinten von links), Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, Heike Cizelsky,
Birgit Wierlemann und Birgit Leyschulte (vorne von links) Foto: Christina Halbach

"Ohne euch werde ich das nicht wuppen", erklärte Cizelsky nach ihrer einstimmigen Wiederwahl und zeigte sich zuversichtlich. dass sie auf eine aktive Mitarbeit zählen könne. Zuvor hatte die alte und neue Vorsitzende die zurückliegenden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg Revue passieren lassen: "Wir sind hier nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen." In den neuen Bundesländern sei nicht der Klimawandel das wichtige Thema, sondern eine Politik, bei der sich die Menschen mitgenommen fühlen. Bezogen auf Westerkappeln meinte sie, dass unlängst die Etatdebatte gezeigt habe, dass eine aktive Klimapolitik nicht nur beteuert, sondern auch Geld in die Hand genommen werde.

Nicht abfinden will sich die Westerkappelner CDU-Ratsfraktion mit der Entscheidung, bei der Sanierung des Hanfriedenstadions Grassamen anstatt Rollrasen zu verwenden und beabsichtigt, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Der Rat hatte sich am 9. Juli in nicht-öffentlicher Sitzung aus Kostengründen gegen den Einsatz von Rollrasen ausgesprochen. 55.000 Euro würden dadurch eingespart werden. Das Argument greift nach Auffassung der Westerkappelner CDU zu kurz: "Die Gegenrechnung ist nicht vollständig gemacht worden", meinte Jonas. Damit der Rasen ungehindert anwachsen kann, müsse das Gelände eingezäunt werden, was mit 15.000 Euro zu Buche schlagen würde: "Damit wäre ein Teil der 55.000 Euro schon wieder aufgefressen." Länger als nötig müssten außerdem Schulen und Sportler auf das Stadion verzichten, so der CDU-Mann. Damit der Rasen vernünftig anwachsen kann, könne der Platz erst im Frühjahr 2021 wieder benutzt werden.

Auf gutem Weg ist laut Jonas die Einrichtung eines Schulsozialarbeiterstelle an der Grundschule am Bullerdieck. Anfang des Jahres hatte sich das Kollegium mit einem Appell an die Kommunalpolitik gewandt, eine Fachkraft für Schulsozialarbeit einzurichten. Diese habe nicht zum Anfang des Schuljahres eingestellt werden können, da aktuell noch nicht alle beteiligten Behörden zugestimmt hätten. Jonas zeigte sich optimistisch. dass die Stelle zeitnah ausgeschrieben und zu Anfang des Jahres besetzt werden könne.

Zufrieden zeigte er sich außerdem über die Einrichtung von 30er Zonen In Westerkappelner Siedlungsgebieten:  "Das ist nicht hur ein Beitrag zur Verkehrssicherheit, sondern auch zur Klimapolitik". Der CDU-Frak-tionsvorsitzende informierte außerdem über eine Umfrage, mit der Verbesserungspotenziale für den Radverkehr in Westerkappeln ermittelt werden sollten. Die Ergebnisse sollen in ein Radverkehrskonzept einfließen, das demnächst in den Umweltausschuss eingebracht werde, kündigte Janas an.

Bei der Vorstandswahl wurde Ulrich Jaroscheck zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Achim Scholz trat nicht mehr als Kassierer an. Sein Amt wurde von Birgit Wiedemann übernommen, die ihr Amt als Kassiererin an Christian Meyer abgab. Der Kreis der Beisitzer wurde auf sechs Personen erhöht. Dazu gehören nun Luisa Hehemann. Mark Alexander Kleinert, Birgit Leyschulte, Martin Pötter, Achim Scholz und Wolf Häke. Die Kassenprüfer Rüdiger Große Heitmeyer und Dietmar Strecke. Als Delegierte und Ersatzdelegierte für den Kreisparteitag wurden Heike Cizelsky, Ulrich Jaroschek, Christian Meyer und Hermann Tüpker gewählt.