Festliches Weihnachtskonzert in Westerkappeln

Quelle: Westfälische Nachrichten - 16.12.2019

von Daniela Lepper

Westerkappeln - Über 150 Mitwirkende, eine voll besetzte Stadtkirche und eine beschwingte Weihnachtsstimmung – so lautet das Fazit des „Festlichen Weihnachtskonzerts im Kerzenschein“ am Sonntagabend. 


Über 150 Mitwirkende versetzten die Zuhörer in der vollbesetzen Stadtkirche in Weihnachtsstimmung.
Foto: Daniela Lepper

Seit mittlerweile über 30 Jahren laden die katholische und die evangelische Kirchengemeinde traditionell gemeinsam am dritten Adventssonntag zu einem stimmungsvollen Weihnachtskonzert in der heimeligen Atmosphäre des Kerzenscheins in die Stadtkirche ein. Und dieses erfreut sich jedes Jahr auf Neue größter Beliebtheit. Bereits eine Viertelstunde vor Beginn war am Sonntag kaum noch ein Platz in den Kirchenbänken zu bekommen.

Für die passende Einstimmung in das Konzert sorgte der Posaunenchor mit „Rondeau“ von Jeremiah Clarke. Dann stimmten alle Mitwirkenden „Lobsinget Gott, dem Herrn“ an. Pfarrerin Angelika Oberbeckmann begrüßte die zahlreichen Zuhörer und hoffte, dass diese sich „durch die besinnlichen Klänge in weihnachtliche Vorfreude versetzen lassen“. Deshalb durfte das Publikum dann auch gleich zu Beginn in das „O Heiland, reiß die Himmel auf“ mit einstimmen. Denn bei einigen Stücken war nicht nur Zuhören, sondern auch Mitsingen gefragt.

Besonders eindrucksvoll wirkte das, als unter der Regie von Martin Ufermann alle Chöre gemeinsam mit dem Publikum die bekannte Version des „Gloria“ aus Taizé als Kanon sangen. „Die Fischerchöre sind nichts dagegen“, scherzte der Chorleiter anschließend mit Begeisterung und fügte hinzu: „So schön kann es sein, in einem Chor zu singen.“

Insgesamt 150 Mitwirkende waren als Sänger oder Musiker unter der Leitung von Veronika Höffstädt und Martin Ufermann mit vollem Elan im Einsatz: Der katholische Kirchenchor sang, begleitet vom Blockflötenensemble „Leggiero“ „Maria durch ein’ Dornwald ging.“ Die Kantorei Westerkappeln begeisterte gemeinsam mit der Querflötistin Gabi Herden mit dem Lied „Aus der Armut eines Stalles“ von Armin Juhre und Winfried Heurich und der Posaunenchor gab „The first Noel“ und einen Marsch von Georg Friedrich Händel zum Besten. Der Junge Chor sang das Stück „Lichterzeit“ von Thomas Eger und Jochen Rieger und gemeinsam mit der Kantorei „Kommt, lasset uns anbeten“.

Neben Solodarbietungen der Chöre und Instrumentalgruppen wurden auch immer wieder Musikstücke gemeinsam angestimmt wie zum Beispiel das „Ubi sunt gaudi“ von Fritz Jöde und Philipp Hayes, das als Kanon durch die Kirche klang.

„Traditionell beenden wir das Weihnachtskonzert immer mit ,Tochter Zion´“, kündigte Martin Ufermann an. Da war dann erneut die Sangesfreude des Publikums gefragt, das das gesamte Ensemble bei der letzten Strophe stimmgewaltig unterstützte.

Pfarrerin Angelika Oberbeckmann und Pfarrer Olaf Maeder bedankten sich abschließend bei den Zuhörern für ihr Kommen, bei allen Akteuren und ganz besonders bei Martin Ufermann und Veronika Hoffstädt, die gemeinsam die musikalische Leitung des Konzerts innehatten. Sie wünschte sich, dass die Gäste „getragen von den wunderschönen Klängen nach Hause schweben.“ Anstatt eines Eintrittsgeldes wurde um Spenden für die Aktion „Brot für die Welt“ gebeten.