Noch einmal ein großes Gemeinschaftsprojekt

Quelle IVZ: 15.01.2020

In diesem Jahr soll zum dritten Mal nach 2006 und 2008 das Pop-Oratorium „Emmaus“ erklingen. Bevor Kantor Martin Ufermann sich Ende März 2021 in den Ruhestand verabschiedet, will er in diesem Jahr noch einmal ein großes Gemeinschaftsprojekt auf die Beine stellen.

 

Rund 200 Mitwirkende machten die „Romantik-Trilogie“ im vergangenen November in der Stadtkirche zu einer
fulminanten Aufführung. In diesem Jahr soll zum dritten Mal nach 2006 und 2008 das Pop-Oratorium „Emmaus“
erklingen. Foto: Sunhild Salaschek

Kantor Martin Ufermann verabschiedet sich Ende März 2021 in den Ruhestand. Bevor der letzte Schlussakkord für den Kirchenmusikdirektor erklingt, will er in diesem Jahr noch einmal ein großes Gemeinschaftsprojekt auf die Beine stellen.

Dieses Vorhaben ist zugleich eine Reminiszenz an ein echtes Highlight während seiner mittlerweile 33-jährigen Zeit als Kantor der evangelischen Kirchengemeinde: Das Pop-Oratorium „Emmaus“ soll nach den erfolgreichen Vorführungen der Jahre 2006 und 2008 ein weiteres Mal in der Stadtkirche erklingen.

Das Oratorium, das im Sakro-Pop-Stil von dem Essener Komponisten Thomas Gabriel vertont wurde, wird zweimal zur Aufführung kommen. Am 7. und 8. November werden der Junge Chor Westerkappeln, die Kantorei der Stadtkirche und der Ki-Pop-Chor Mettingen das Stück über die Begegnung zweier Jünger mit dem auferstandenen Jesus gemeinsam erklingen lassen. Die Chorsänger, rund 150 waren es in der Vergangenheit, bekommen dabei Unterstützung von vier namhaften Gesangssolisten, wie es in einer Mitteilung der evangelischen Kirchengemeinde heißt. Außerdem spielen das Orchester „Musica viva“ Ibbenbüren sowie eine professionelle Rock-Band.

Nach der Ankündigung, noch einmal „Emmaus“ zur Aufführung zu bringen, habe es „einige sehr erfreute Rückmeldungen“ aus den Chören gegeben, berichtet Martin Ufermann. „Da werden viele besondere Erinnerungen wach.“ Persönlich besonders im Gedächtnis geblieben ist dem Kantor die Aufführung von 2008. Drei Tage später wurde er Vater von Zwillingen. Aber auch traurige Erinnerungen habe die Rückschau auf die vergangenen Konzerte geweckt. Einige Chormitglieder, die bei den ersten Aufführungen vor 14 beziehungsweise zwölf Jahren dabei waren, sind mittlerweile verstorben.

Mit dem Komponisten Thomas Gabriel verbindet Ufermann ebenfalls eine „persönliche gemeinsame Geschichte“, wie er erzählt. 2017 brachte der Westerkappelner Kantor mit „Bruder Martin“ ein weiteres Oratorium des Kirchenmusikers zur Aufführung.

Spektakulär war die Uraufführung auf der ausverkauften Freilichtbühne in Tecklenburg beim Reformationsfest. Überschattet wurde das Konzert allerdings von einem tragischen Busunfall, bei dem eine Sängerin auf dem Weg zur Premiere tödlich verunglückte.

Das Libretto zum Rock-Oratorium „Emmaus“, das der Projektchor nun in den kommenden Monaten einstudiert, stammt von Eugen Eckert. Es handelt von der Begegnung zweier Jünger mit dem auferstandenen Jesus. Kurz nach der Kreuzigung Jesu begeben sich die Jünger deprimiert auf den Weg nach Emmaus. Als ihnen Jesus als ein Fremder begegnet, erkennen sie ihn nicht. Erst als sie gemeinsam zu Tisch sitzen und Jesus das Brot bricht, gehen ihnen die Augen auf.

Erste Gesamtchorprobe am Samstag

Am Samstag, 18. Januar, stellt Martin Ufermann von 14.30 bis 18 Uhr in einer ersten Gesamtchorprobe im Dietrich-Bonhoeffer-Haus das „Emmaus-Oratorium“ anhand von CD-Einspielungen, Textheft und Notenmaterial vor. Dazu sind auch Laiensänger eingeladen, die sich für das Stück interessieren und als Chorsänger an dem Projekt teilnehmen möchten. Die Proben beginnen in der nächsten Woche. Wer mitsingen möchte, kann entweder am Montagabend mit der Kantorei oder am Mittwochabend beim Jungen Chor jeweils ab 20 Uhr einsteigen. Notenkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Ein Vorsingen ist nicht notwendig. Weitere Informationen erteilt Martin Ufermann unter Tel. 05404 / 6766.